And the Oscar went to…

Die jährliche Oscar-Verleihung wurde auch dieses Mal wieder mit Hochspannung erwartet.

Es ist kein Geheimnis, dass manche Hauptakteure es für wesentlich wichtiger erachten, in ihren teuren Designer-Roben aufzufallen als den kleinen, goldigen Jungen ins Trophäenregal stellen zu dürfen. Zugegeben – man sagt, dass diese Auszeichnung als die höchste Ehrung in Kreisen der Filmindustrie zu werten ist.oscarKritikern hingegen ist diese Veranstaltung viel zu kommerziell. Und zynisch betrachtet ergattert wohl nicht immer die beste schauspielerische Leistung auch den begehrten Oscar. Gerade die Selbstinszenierung und die penetrante Frage der Red-Carpet-Reporter nach dem Outfit, dem Designer und der Idee hinter dem jeweiligen Look lassen einen Blick auf modische Zusammenhänge mit dem Event der Oscar-Verleihung durchaus berechtigt wirken. Dabei fällt auf, dass einige wenige auch eine Kopfbedeckung als stilistisch wirkungsvolles Hilfsmittel einsetzen. Es muss ja nicht immer der Zylinder sein, der über den Häuptern thront, wie Johnny Depp das mit einem umwerfenden Selbstverständnis schafft. Es kann auch ein Bowler sein, der zur Schau getragen wird. Nur ist es in diesem Fall nicht Pharrell Williams, den wir kaum noch ohne seinen filzweichen Mounty- Hut erkennen würden, sondern Diane Keaton, die sich selbstbewusst mit Taschenuhr und Weste zeigt und zudem Mut zum Hut beweist.
Weiterhin stellt sich dabei die Frage nach der Verwendung des Hutes oder von Kopfbedeckungen an sich auch abseits des roten Teppichs, d. h. auf den Leinwänden der Kinos. Der Oscar für das beste Kostüm gibt Aufschluss darüber, wie unglaublich wichtig die Modisten für die Rahmenbedingungen eines Films in Hollywood sind. Was im letzten Jahr noch für das Filmdrama „Der große Gatsby“ zum Oscar gegolten hat, gilt in diesem Jahr „Grand Budapest Hotel“: kaum ein Kostüm oder ein Bühnenbild, wo die Hüte nicht einer der Hauptbestandteile der gekonnten Inszenierung waren. Beim Gatsby-Film aus dem Jahr 2013 schien es verpflichtend, den Damen zu jedem Anlasse eine neue Kopfbedeckung auf den Leib zu schneidern. Männer von Welt trugen natürlich ebenfalls Hüte. Diese sahen zugegebenermaßen überwiegend sehr ähnlich aus, nichtsdestotrotz war es schon als avantgardistisch anzusehen, dass Hüte scheinbar passend zur Garderobe gewählt wurden – und zwar zu jeder Garderobe. Noch zwei Jahre zuvor heimste das viktorianische Meisterwerk „Alice im Wunderland“ nichts als Lob ein.Geschuldet war diese Stimmung unter anderem den fantastischen Kostümen, insbesondere den Zylindern, die der verrückte Hutmacher, gespielt von Johnny Depp, zur Schau stellte. Dass Mode und Hollywood genauso zusammengehören wie Brot und Butter stellt folglich wohl niemand in Frage. Die Frage, die sich aber stellt, ist, wie ausgefallen es wohl noch zu gehen wird in der Traumfabrik – gerade für Modisten bei der Kostümierung der Stars.

Fasching vs Valentinstag

In diesem Jahr scheint es um die fünfte Jahreszeit gut bestellt zu sein. Denn kalendarisch fällt der Valentinstag exakt auf das Karnevalswochenende im Februar. Aber was bedeutet das genau für die Hochburgen vom Rheinland bis ins Münsterland?!

!Wer die Wahl hat, hat die Qual!

Ziehen wir sämtliche Möglichkeiten einmal näher in Betracht, so fällt doch schnell auf, dass es gegensätzlicher kaum seien könnte. Da Fasching im Allgemeinen wohl eher unter dem Stern der Verführung und Verkleidung steht, könnte es der heilige Valentin im Jahre 2015 äußerst schwer haben.

So sind die Feierwilligen im Februar zumeist eher gewillt, es mit der Treue nicht so genau zu nehmen.70505_tf3 Ob der Liebe zugewandt oder abgewandt. Für alle Bundesbürger in den Regionen um Köln, Düsseldorf, Mainz oder Münster gilt es sich um seinen Nächsten zu bemühen. Und dabei spielt es kein Rolle ob man ihn seit Jahren in den Armen hält oder erst an Altweiber kennen gelernt hat. Es wird geflirtet, geschunkelt und wer weiß, vielleicht auch noch mehr. Die Anhänger des Valentinstags hingegen freuen sich auf eine besinnliche Zeit mit dem oder der Lieben. Man geht opulent essen und es gibt eine nette Kleinigkeit. Da heißt es für die Industrie wieder: Die Zeichen stehen auf Umsatz! Ob Blumen, Pralinen oder auch mal ein schönes Kleidungsstück- da macht das Schenken wieder Spaß. Aber auch die Modisten kommen nicht zu kurz. Da es in den letzten Zügen des Winters zunächst noch kalt ist und die Jahreszeit mit den milden Temperaturen zum Endspurt ansetzt, können sowohl modische als auch dem SALE- entstammende Kopfbedeckungen jeglicher Art verschenkt werden.

Zu beobachten ist, dass die Schenker doch stark durch die Farbe der Liebe beeinflusst werden, der Griff zu roten Walkmützen oder filzweichen Westernhüten ist ein sicherer Trend.

41785_tf3Wer auf Nummer sicher gehen will, der schenkt eine clevere Kombination aus Beidem. Blumen und Schiebermützen für die Damen, Schokolade und Schirmmützen für die Herren. Einige wenige sehen das Zusammenspiel von Karneval und Valentinstag auch als willkommene Chance beides frech miteinander zu kombinieren.

Wer hier an Altweiber eine Nummer zu beharrlich geflirtet hat und vielleicht sogar dabei ertappt wurde, der hat gute Chancen, an dem darauffolgenden Samstag mit Hilfe des Valentinstags alles wieder „Gerade“ zu rücken. Aber aufgepasst: Das ist auch gleichbedeutend mit der Enthaltsamkeit zwei Tage später; denn da steht Rosenmontag ins Haus. Da droht die nächste Gefahr mit den schönen Funkenmariechen zu liebäugeln. Nur mit dem sicheren Unterschied, dass diesmal keine offizielle Gelegenheit zum Blumengruß in unmittelbarer kalendarischer Nähe besteht.

Beanies- Multifunktional und überall im Trend!

Bei den sogenannten Beanies oder Beaniemützen schlägt das Trendbarometer ganzjährig Alarm. Die supermodischen Kopfbedeckungen finden bei Jung und Alt Anklang. Und das nicht nur auf der Skatebahn. Die Klärung nach der Begrifflichkeit der Beanie ist schnell vollzogen. Aus England stammend, bedeutet Beanie wörtlich übersetzt „Bohne“, was wiederum umgangssprachlich für den menschlichen Kopf gebraucht wird. Ihren Ursprung fand die Beanie in der klassischen Arbeiterschicht Mitte des 20.Jahrhunderts, wo man sich gegen Kälte und ins Gesicht fallende Haare zu schützen versuchte. Manche von Ihnen hatten einen kleinen Schirm, welche bis heute als Vorläufer der klassischen Schirmmützen gelten. Diese Art von Kopfbedeckungen war überwiegend bei der männlichen Bevölkerung beliebt, auch im späten 20. Jahrhundert, wo die Jungs sich mit sogenannten Propeller- Beanies schmückten. Eine runde Wollmütze mit einem Propeller, der bei Wind rotierte. Im Wandel der Zeit entwickelte sich die Beanie dann zu einer absoluten Trendmütze unter den Jugendlichen.XOXO-Oversize-Beanie-by-Lierys.41629pHeutzutage findet die modische Mütze zu fast jeder Jahreszeit Anklang. Im Winter schaffen es gerade die Longbeanies das Haupt und die Ohren gewissenhaft warm zu halten. Wie der Name schon sagt sind das spezielle Formen der Beanie. Meist aus einem weichen Materialmix hergestellt, besticht die längere, lässigere Version der eh schon sehr großzügig geschnitten Mütze durch ein am Hinterkopf herunterfallendes Ende. Dadurch wirkt sein Träger oder seine Trägerin automatisch sehr cool und lässig. Auch im Sommer muss man durchaus nicht auf das legere Accessoire verzichten. Im Gegenteil! Luftigleichte Baumwollmixe oder auch hauchdünne Kunstfasern sorgen für ein angenehmes Tragegefühl, auch wenn die Temperaturen hierzulande die 20 Grad übersteigen. Die Sommerbeanie ist mittlerweile gesellschaftlich anerkannt und akzeptiert. Man wird nicht mehr schräg angeschaut wenn man zu Shirt und Jeans im Frühjahr oder Sommer mit der stilvollen Kopfbedeckung aufwartet. Sogar in geschlossenen Räumen sieht man die Mütze als „Must Have“ und sicher kombinierte Ergänzung zu jedem Tagesoutfit.

Clevere Modisten haben sich ein absolutes Highlight ausgedacht. Eine Beaniemütze und Schal in einem. Wer einen Gegenstand zu der Begrifflichkeit „multifunktional“ sucht, dessen Suche hat hier ein Ende. Die doppellagige Jerseymütze ist oben nämlich nicht fest zusammengenäht, sondern offen gelassen. Heißt: Je nach Wetterlage oder Gemüt kann die Beanie sowohl als Kopfbedeckung als auch als Schal getragen werden. Zu dem Zweck einfach am unteren Rand anfassen und kräftig ziehen.42570tSolch elastische Pull Ons sind der neueste Schrei und begeistern Jung und Alt. Wenn wir in der kommenden Saison noch Handschuhe eingenäht bekommen, dann kann uns rein gar nichts passieren. Außer wir verlegen die Multifunktionale Beanie, dann ist auch zugleich der Schal futsch.